Hilfe bei Hämorrhoiden
Der Ratgeber für Patienten und Therapeuten
von Dr. med. Wilhelm Brühl




Aus dem Kapitel "Vorsorgmaßnahmen"

Nicht erst wenn es juckt, brennt, blutet oder schmerzt sondern um jegliche Beschwerden und Erkrankungen im Darmbereich vorzubeugen, gibt es einfach Empfehlungen, die Vorsorge und Abhilfe schaffen. Das betrifft auch Beschwerden, die bereits seit Jahren bestehen und bei denen alle bisherigen Bemühungen zu keiner entscheidenden Besserung geführt haben.
In den folgenden Kapiteln haben wir für Sie Ernährungsratschläge, Tipps gegen Verstopfung, Durchfall und Blähungen, Empfehlungen zur Analhygiene und die Bedeutung von Salben, Zäpfchen, Medikamenten und Abführmitteln zusammengestellt.
ERNÄHRUNG
Sie haben in den vorhergehenden Kapiteln gelesen, welche wichtige Rolle die Ernährung bei den meisten After- und Enddarmerkrankungen spielt. Sie wirkt sich nicht nur auf die Häufigkeit und Beschaffenheit des Stuhlgangs aus, sondern ist darüber hinaus auch bei der Entstehung bösartiger Darmerkrankungen mit von Bedeutung . Die Ernährung sollte:
Zu einer möglichst großen Stuhlmenge führen Abführmittel überflüssig machen Übergewicht vermeiden und soweit wie möglich vermindern helfen.
Für regelmäßigen, geformten, weichen Stuhl sorgen. Die Ernährung muss einerseits harten Stuhl und damit Verstopfung verhindern, darf aber andererseits nicht einen breiigen oder durchfallartigen Stuhl verursachen. ...


Aus dem Kapitel "Wegweiser zu den Krankheitsbildern"

Erkrankungen im bereich des Afters können für viele Menschen zu einem großen problem werden. Dafür sind unterschiedliche Ursachen (Schamgefühl, Angst vor der Behandlung usw.) verantwortlich. Insofern steht die Eigenbehandlung proktologischer Erkrankungen "hoch im Kurs". Auf er anderen Seite muss man wissen, dass die meisten Erkrankungen auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen sind, und es nicht genügt, nur eine Behandlung mit Zäpfchen vorzunehmen, ohne die eigentliche Ursache zu beseitigen. Das kann zu keinem dauerhaften Erfolg führen.
Unabhängig von solchen Überlegungen sollte immer erst die Diagnose gestellt werden, bevor man mit der Behandlung beginnt. Dabei zeichnen sich proktologische Erkrankungen durch sehr typische Beschwerden aus. In den meisten Fällen lassen sie sich ohne aufwendige Untersuchungen diagnostizieren und gut gegeneinander abgrenzen. Nur bei längeren Krankenhausaufenthalten können sich die Symptome verändern, so dass der typische Schmerzcharakter verschwindet. Aber auch in solchen Fällen lassen sich die Beschwerden eigentlich immer beseitigen, und man kann die Patienten von einem lästigen, oft hartnäckigen Leiden befreien.
Die folgende Übersicht soll Ihnen helfen, herauszufinden, welche Ursachen Ihre beschwerden haben könnten. Meist sind es mehrere Erkrankungen, die dafür in Frage kommen. Eine fachärztliche Untersuchung wird Klarheit bringen und eine gezielte Behandlung ermöglichen. Dieser Wegweise ermöglicht es Ihnen nicht, Selbstdiagnosen zu erstellen und ohne ärztliche Untersuchung eine Behandlung vorzunehmen. Das kann zu verhängnisvollen Fehldeutungen führen (z.B, Darmkrebs), wenn es zu spät erkannt und nicht mehr gutzumachen ist. Suchen Sie also bitte unbedingt einen Arzt auf, wenn Sie Symptome oder Veränderungen am Stuhl feststellen.



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