Kuren nach Felke mit den Elementen der Natur

Die Licht-, Luft- und Lehmtherapie
von Dr. med. Jürgen Westphal




Aus dem Kapitel "Das Lehmbad"

Das Lehmbad ist die charakteristische Anwendung in der Felke-Therapie. Geradezu "geerdet" fühlt man sich, wenn nur noch der Kopf, die Brust und die Arme aus dem Lehmbad ragen. Die Bäder werden heute in bodenbeheizten Hallen oder während der Sommermonate, wie zu "Lehmpastor" Felkes Zeiten, in ausgehobenen Erdgruben im freien eingenommen. Jeder Kurgast erhält zu Beginn einer Felke-Kur sein eigenes Lehmbad, das mit frisch gegrabenem Lehm zu einem Brei eingeschlammt wird. Darin badet er bis zu einer Stunde ein- bis zweimal täglich. ...


Aus dem Kapitel "Die Heilkraft des Lehms"

... Der Lehm ist ein Gemisch aus Sand- und Tonbestandteilen und wirkt im wesentlichen durch sein thermophysikalisches Verhalten, die mechanischen Einflüsse auf den Körper und seine Aufnahmefähigkeit. Je nach Art, Menge und Größe der im Ton enthaltenen Mineralien reagieren die Tonteilchen unterschiedliche auf Wasser. Das heißt, die unvorstellbar große Anzahl winziger Teilchen des Lehms, die aneinandergereiht ein riesige Gesamtfläche ergeben würden, gewährleisten ein starkes Aufsauge- und Aufnahmevermögen. Dabei wirkt die elektrische Ladung der Teilchen an der Oberfläche anziehend wie ein trockener, statisch aufgeladener Kamm im Haar. Der Trocknungsvorgang führt zu einem Saugdruck zwischen 50 und 150 mmHg. Ein großes Adsorptions-(Anlagerung) und Absorptions-(Aufsaug-)Vermögen des Lehms ist die Folge. Gift- und Schadstoffe werden dadurch an der Oberfläche angelagert bzw. im Inneren des Lehms gebunden.
Während Moor und Schlick organischen Ursprungs sind und saure, abgestorbene Pflanzepartikel sowie vulkanische Bestandteil enthalten, ist Lehm anorganischer Natur. Sein pH-Wert liegt im basischen Bereich. Das spezifische Gewicht des Lehms ist höher als das von Moor und Schlick. ...



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