Natürliche Nahrung für mein Baby

Vom Stillen zur gesunden Säuglingskost
von Ralf Moll / Ute Schain-Emmerich




Aus dem Kapitel
"Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit"


Was esse ich während der Schwangerschaft?
Die Ernährung des ungeborenen Kindes beginnt während der Schwangerschaft mit der Versorgung des Embryos über die Plazenta. Bereits jetzt kann der Grundstein sowohl für eine gute Gesundheit als auch für eine spätere Allergie gelegt werden: Viele Stoffe sind plazentadurchgängig und können bereits beim Ungeborenen krankhafte Reaktionen hervorrufen. Die häufigsten unverträglichen Stoffe sind Nahrungsmittel, die tierisches Eiweiß enthalten. Aus diesem Grund ist besonders bei einem erhöhten Allergierisiko ein Verzicht auf tierisches Eiweiß angebracht. Leidet ein Elternteil an einer Allergie, sollte die werdende und stillende Mutter vor allem auf die tierischen Nahrungsmittel verzichten, die Hauptallergene enthalten: Kuhmilch, Kuhmilchprodukte und Hühnereier. Statt Schweine- und Rindfleisch (Hormone, Antibiotika u.a.) sollten Geflügel und Lamm bevorzugt werden.
Über den Blutkreislauf nimmt das im Mutterleib wachsende Kind an der Ernährung der Mutter teil. Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Kost ist somit nicht nur für das Wohlbefinden der Mutter, sondern auch für die Entwicklung des Embryos von großer Bedeutung.
Während der Schwangerschaft ist der Mehrbedarf an Energie verhältnismäßig gering, er steigt lediglich um etwa 14% (2400 kcal/Tag gegenüber 2100 kcal/Tag). Der Bedarf an Vitalstoffen steigt dagegen sehr viel stärker: der Folsäurebedarf um 100%, der Kalziumbedarf um 50%, der Eisenbedarf um ca. 35%. Gerade Folsäure wird während der Schwangerschaft vermehrt benötigt, da bei einer Folsäureunterversorgung bereits während der Frühschwangerschaft schwere Komplikationen auftreten können (Fehlgeburten, Mißbildungen des Feten wie Neuralrohrdefekte, d.h. Mißbildungen von Rückenmark und Gehirn).
Folsäurereiche, pflanzliche Lebensmittel: Sojabohnen; Weizenkeime; Gemüse: insbesondere Kohlgemüse, Blattgemüse, roter Paprika, Tomaten, Spinat, rote Rüben, Gurken; Vollwertbrot und -backwaren; Kartoffeln. ...


Aus dem Kapitel "Inhaltsstoffe in der Säuglingsnahrung"

Oft enthält die Gläschenkost für Säuglinge schwer verdauliche Zutaten, wie z.B. Zwiebeln oder Erbsen; mittlerweile gibt es sogar Produkte mit Joghurt und Quark! Zudem enthalten viele Gläschen häufig Kochsalz (Natriumchlorid), Gewürze oder Milch (Milcheiweiß) sowie Süßungsmittel in unterschiedlicher Form (Zucker, Honig, Dextrose, Maltose, Vanillin, süße Stärke durch extra dafür aufgeschlossenes Getreide u.a.). Diese Zutaten sollten im 1. Lebensjahr nicht gefüttert werden! Achten Sie bitte beim Kauf von Gläschenkost genau auf das Etikett, und meiden Sie Produkte mit diesen Inhaltsstoffen.
Einige Hersteller werben damit, daß ihre Produkte "gesunden" Joghurt oder Quark enthalten. Dennoch vertragen Säuglinge diese Milchprodukte in aller Regel nicht. Joghurt kann aufgrund verschiedener Säuren zur Übersäuerung des Blutes führen. Quark ist ein Eiweißkonzentrat, wirkt stark säurebildend und kann besonders bei Säuglingen die Nieren überlasten. Säuglinge spucken Joghurt und Quark häufig aus (zum Glück), da er sehr schwer verdaulich ist. Frühestens ab dem 10.-11. Monat, besser jedoch erst nach dem ersten Geburtstag, sollten Sie diese Milchprodukte in kleinen Mengen füttern. ...



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