Blaugrüne Algen
Supernahrung für Körper und Geist
von Christian Salvesen




Können AFA-Algen bei ADHD helfen?

Ein Stich ins Wespennest

Eigentlich eine ganz nüchterne, technisch klingende Frage. Wir werden sehen, dass und warum sie in ein Wespennest sticht. ADHD ist die Abkürzung für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. "Eine medizinische Krankheitsbezeichnung für ein Störungsbild mit der Kombination von Aufmerksamkeitsschwäche, überschießender Impulsivität und oft extremer Unruhe (Hyperaktivität)" definiert Dr. Klaus Skrodzki, Vorstand der AG ADHS der Kinder- und Jugendärzte (www.ag-adhd.de). Betroffen seien zur Zeit in Deutschland etwa 500.000 Kinder und Jugendliche.

Warum ein Wespennest? Zunächst, eher äußerlich, weil einflussreiche Medien einen Verdacht erweckten: Ob das Medikament Ritalin® nicht allzu großzügig und vorschnell zur Behandlung von ADHD verschrieben werde? Immerhin gehört es offiziell zu den Betäubungsmitteln. Die tiefergehende Frage lautet: Versuchen wir - die ganze Gesellschaft inklusive Eltern, Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Pharmaindustrie - unsere Kinder mit Psycho-Pharmaka ruhig zu stellen, um nicht die Wahrheit sehen zu müssen? Nämlich dass diese "Störenfriede" und "Zappelphilippe", unsere eigenen Kinder, mit einem unwillkürlichen Notschrei auf eine lieblose Welt aufmerksam machen.

Eine sehr umfassende Frage. Sie kann hier nur in Verbindung mit unserem Buchthema, also unter dem Aspekt der Ernährung angeschnitten werden. Konkret: Könnten die AFA-Algen Ritalin® und ähnliche Medikamente zumindest teilweise ersetzen? In der sogenannten "seriösen" Diskussion scheint nicht einmal die Frage erlaubt. Nahrungsergänzungsmittel wie die AFA-Algen mögen noch zum "Underground" gehören, irgendwo zwischen Esoterik, ganzheitlichen Therapien und Alternativ-Medizin angesiedelt. Doch ist es wissenschaftlich und seriös, diesen Ansatz in gezielten Falschmeldungen zu diffamieren?

Was ist nun an der Warnung dran?

1. Die Meldung des kanadischen Gesundheitsministerium bezog sich auf Algen aus den "großen Seen" (Lake Ontario etc.), die bekanntlich zu den umweltverseuchtesten der Erde gehören. Kein Algenprodukt auf dem deutschen Markt stammt aus einem dieser Seen. Die AFA-Algen kommen aus dem Klamath-Lake, dessen spezielle Reinheit bereits ausführlich dargestellt wurde. Dass Cyano-Bakterien das Gift Mikrocystin bilden können, stimmt. Nur: Es gibt sehr viele Stämme dieser Bakterien. Die aus dem Klamath-Lake geschöpften AFA-Algen gehören nicht zu den giftigen. Dass bei Stichproben des in Deutschland vertriebenen Produkts AFA-Algen Mycrocystin gefunden wurde, ist schlicht eine Falschmeldung. Tatsächlich dürfen die meisten der in Deutschland vertriebenen AFA-Algen seit Januar 2002 offiziell mit dem Etikett "aus kontrolliert biologischem Anbau (Wildwuchs)" verkauft werden (dazu Weiteres unter "Sind die Algen giftig"). Gegen pauschale Warnungen vor den AFA-Algen unter Hinweis auf das kanadische Gesundheitsministeriums wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt.

2. "Es gibt keine Studie, die eine Wirksamkeit dieser "Therapie" belegt. Eine günstige Wirkung ist auch rational nicht zu erwarten." Fällt Ihnen etwas an dieser Formulierung auf? So ein gewisser Unterton? Stellen Sie sich den Arzt, die Ärztin vor, die so reden. Die Anführungsstriche bei Therapie stehen für Geringschätzung. Spöttisch verzogener Mund: "Pah, das und Therapie!" Es gibt heute viele anerkannte Mediziner, die Nahrungsergänzungsmittel wie die AFA-Algen durchaus als Therapie im klassischen Sinn des Begriffs einsetzen. Und es gibt Studien, die die Wirksamkeit von AFA-Algen belegen. Etwa die Nicaragua-Studie (Seite...), die beweist, dass und wie sich das Lernverhalten und die Leistungsfähigkeit der Kinder durch regelmäßige Einnahme der AFA-Algen verbesserte. Doch solche Studien werden nicht - wie die Ritalin-Studien der Pharma-Konzerne - mit Millionen-Dollar-Beträgen vorangetrieben und promoted.

Und dann: "Eine günstige Wirkung ist auch rational nicht zu erwarten". Ist das eine neue wissenschaftliche Methode, alternative Lösungsvorschläge in Betracht zu ziehen? Doch wohl eher Ausdruck eines platten Vorurteils: "Algen? Wie soll das denn wirken? Kann ich mir ("rational"!) nicht vorstellen!" Nun gibt es in der ja immer noch recht übersichtlichen, einschlägigen Literatur genug Hinweise - etwa von Forschern wie Prof. Karl Adams, dass und warum eine günstige Wirkung auch rational zu erwarten ist.



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